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Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie

Präklinischer Notarztdienst

Hinweis: Die Alarmierung von Rettungsdienst und Notarzt erfolgt generell über die Notrufnummer 112.

NEFNeues Notarzteinsatzfahrzeug (seit Oktober 2014)

Seit dem 1. Januar 2010 wird das an unserer Universitätsklinik stationierte Notarzteinsatzfahrzeug "Leipzig Mitte" durch Ärzte der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie in Dienstbeauftragung besetzt.

Das Notarztfahrzeug wird vom DRK-Rettungsdienst Leipzig betrieben, kommt 24 Stunden am Tag bei der Akutversorgung von Patienten im gesamten Stadtgebiet Leipzigs zum Einsatz und wird bei über 5000 Einsätzen im Jahr alarmiert.

Folgende Erkrankungen werden notärztlich versorgt:

  • akute Erkrankungen des Herzens: Brustschmerz / Herzinfarkt
  • Kreislaufstillstand jeglicher Ursache
  • Atemnot, Atemstillstand
  • schwere Verkehrsunfälle mit Personenschaden
  • lebensbedrohliche Blutungen
  • Bewusstlosigkeit
  • akute neurologische Erkrankungen: Schlaganfall, Hirnblutung, Lähmungen
  • Notfälle auf dem Gebiet der Geburtshilfe und Frauenheilkunde
  • Notfälle bei Kindern
  • Sturz aus großer Höhe
  • drohender Suizid
  • Brände mit Personenbeteiligung
  • Unfälle mit Hitze und chemischen Stoffen, Explosions- oder Stromunfälle 
  • Wasserunfälle, Ertrinkungsunfälle, Eiseinbruch 
  • Verschüttung
  • Vergiftungen 

Alle auf dem NEF Mitte eingesetzten Notärzte verfügen über die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin bzw. die Fachkunde Rettungsdienst. Die Kolleginnen und Kollegen können überwiegend auf eine umfangreiche Ausbildung auf dem Gebiet der Anästhesiologie zurückgreifen und verfügen über eine mehrjährige Erfahrung im Bereich der Intensivmedizin inklusive der Schockraumversorgung von Patienten mit Polytrauma.

Regelmäßig stattfindende Fortbildungsveranstaltungen, die zusammen mit den Rettungsassistenten  des DRK Leipzig durchgeführt werden, beinhalten u.a.:  

  • die Darstellung und Diskussion aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse auf dem Gebiet der Notfallmedizin
  • Nachbesprechungen besonderer Situationen und Einsätze
  • Qualitätssicherung in der präklinischen Notfallmedizin
  • klinische Studien 

Die Ausbildung der Notärzte der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie am Universitätsklinikum Leipzig ist durch ein notfallmedizinisches Curriculum detailliert  geregelt.

FlotteAktueller Fuhrparkt des DRK LeipzigÜber die von der Landesärztekammer Sachsen geforderten Voraussetzungen zum Erhalt der Zusatzbezeichnung Notfallmedizin hinaus beinhaltet die Ausbildung der tätigen Kollegen unter anderem die praktische Tätigkeit in der Kinderanästhesie sowie in der geburtshilflichen Anästhesie. Daneben erfolgt eine intensivmedizinische Weiterbildung über einen Zeitraum von mindestens 12 Monaten.

Studentische Lehre

Auf dem Notarztfahrzeug besteht für Studierende die Möglichkeit, an Notarzteinsätzen teilzunehmen. Das ermöglicht angehenden Ärzten eine praktische Ausbildung in der Notfallmedizin mit der Option, noch unbehandelte, akute Krankheitsbilder kennenzulernen. Insbesondere Studierende im Praktischen Jahr nutzen rege dieses Angebot.

Wissenschaftliche Vorhaben

Infolge der Besetzung des Notarztfahrzeugs mit Ärzten des Universitätsklinikums Leipzig ergibt sich die Möglichkeit, neue präklinische Therapieverfahren wissenschaftlich zu evaluieren und klinisch rasch umzusetzen. Beispiele hierfür sind das EZ-IO-System für intraossäre Zugänge oder der präklinische Einsatz der nichtinvasiven Beatmung. Mittlerweile wurden diese neuen Verfahren konsekutiv auch auf allen weiteren Norarztstandorten der Stadt Leipzig zum Einsatz gebracht.

Ein aktuelles Forschungsvorhaben evaluiert den Einsatz supraglottischer Atemhilfen als Alternative zur endotrachealen Intubation in der präklinischen Medizin. Das NEF am Universitätsklinikum leistet so einen bedeutsamen Beitrag für eine wissenschaftlich fundierte und evidenzbasierte Weiterentwicklung des Rettungsdienstes der Stadt Leipzig. Flankiert wird dies durch kontinuierliche Schulung der Rettungsassistenten des Standortes.

Ein weiterer Schwerpunkt unserer wissenschaftlichen Arbeit ist die im Rahmen einer multizentrischen BMBF-Förderung angestrebte präklinische Verbesserung von Diagnose und Therapie der Sepsis. Auch heute noch wird eine schwere Sepsis oder ein septischer Schock häufig erst nach stationärer Aufnahme des Patienten diagnostiziert und so wertvolle Zeit für die Therapie verloren. Seit 01.11.2011 rekrutieren die Prüfärzte Patienten für die Medusa-Studie. Koordiniert wird diese an der Universität Jena initiierte Studie durch die Studienkoordination unserer Klinik.

Es gibt verschiedene Vorhaben, die Promotionen im Bereich der Notfallmedizin ermöglichen:

  • Elektronische Dokumentation/ Mobile Datenerfassung
  • SOPs/ Qualitätssicherung
  • Nichtinvasive Beatmung
  • Sepsisforschung
  • Adipositasforschung

Kontakt

Dr. Bernd Donaubauer

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telefon 0341-97-17700
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anaesthesie@medizin.uni-leipzig.de 

Unter der Telefonnummer
0341 - 97 - 19702 
stehen Ihnen die Ärzte unserer Intensivstation rund um die Uhr zur Verfügung.

Unter der Telefonnummer
0341 - 97 19702 / 19706
stehen Ihnen die Ärzte unseres Hyperbarmedizinischen Zentrums rund um die Uhr zur Verfügung.

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